Montag, 28. Juli 2025

Ostfriesland - wieder einmal ...

Ostfrieslandtour

Bei schönem Wetter ging es Anfang Juli wieder einmal nach Ostfriesland. Das erste Ziel war die ehemalige Bohrinsel Dyksterhusen - Wattweg, 26844 Jemgum. 

Screenshot von Google Maps

Wer selbst mal hinfahren will: Man kann bis zum Ende fahren. 

Bis zum Ende durchgefahren

Auf der Plattform angekommen

Schäfchen auf dem Deich unterwegs

Von der Plattform bis nach Ditzum ist es nicht weit. Richtig kleiner Fischerort, gut besucht, aber nicht überlaufen. 

Screenshot von Google Maps

Um in den Ort reinzukommen, biegt man am besten von der Molkereistraße auf die Ditzumer Hofstraße ab. Am besten dann auf einem der Parkplätze am Straßenrand parken - ich stand bei der Windmühle - und den Ort zu Fuß erkunden. 

Interessiert? Angeboten wird die Spezialität in der Kirchstraße!

Im Hafen gibt es ein nettes Fischlokal.



Das Sieltor hat einen interessanten Öffnungsmechanismus.

Weiter gings nach Midlum, wo der schiefe Turm der reformierten Kirche steht. 



Aber auch der Innenraum der Kirche ist interessant - typisch reformiert - alle Plätze sind auf die zentrale Kanzel ausgerichtet. Die Apsis - von außen natürlich noch zu erkennen - mit dem Altarraum wurde übrigens verschlossen. Dort befindet sich jetzt die Orgel. 

Das Foto habe ich von der Kanzel aus gemacht.

Sitzgelegenheit und Fußbank für kleine Prediger/innen

rechts die Apsis, die innen vermauert wurde

Von Midlum aus ging es dann mit einem Stopp in Augustfehn bei Börjes Bikers Outfit quer rüber nach Bad Zwischenahn ...

Screenshot von Google Maps

... zunächst ans bekannte Südufer. Das Eis im Eiscafé schmeckt nach wie vor super. 

Die lutherische Kirche unterscheidet sich deutlich von der reformierten in Midlum. Am katholischen Aufbau der Kirche wurde von den Lutheranern nichts verändert.

Doch dieses Mal wollte ich nicht am Südufer bleiben. Ich hatte bei der Vorbereitung der Fahrt gesehen, dass es am Nordufer die Burg Elmendorf gibt. Also, nachdem das Eis aufgeschleckt war, ging es noch einmal um Bad Zwischenahn herum zur ehemaligen Burg ...


... von der allerdings wenig bis nichts übrig geblieben ist. Allein die Treppenstufen auf die beiden Hügel deuten an, was auf den Schildern zu lesen ist. Von allein hätte ich hier keine Burg entdeckt. Trotzdem nett. Vor allem, wenn man dann noch mal an Seeufer geht. 



Zurück ging es dann bis Stickhausen. Die Burg dort steht für später noch auf dem Plan. 

Von Stickhausen führte die Strecke entlang der Jümme bis Amdorf. Unterwegs noch einmal schnell den schiefen Kirchdurm von Neudorf fotografiert. 

Von Amdorf dann entlang der Leda bis nach Nettelburg. Dort kurz auf die B 70 Richtung Süden und nach einem guten Kilometer rechts Richtung Esklum, Driver, Dorenborg, Mitling nach Völlenerfehn. Von Papenburg letztendlich auf der linken Seite der Ems bis Haren und dann durch die Felder bis Meppen. 

Probesitzen

BMW R 12 G/S

Ich hatte gespannt in den Medien die Infos zur neuen BMW R 12 G/S verfolgt. Ich finde, sie sieht so richtig gut aus. Also, als sie in Lohne vorgestellt wurde, gab es keine Alternative: hinfahren und probesitzen. Allerdings - eindeutig zu hoch für mich. Naja, und ein paar Ausstattungsmerkmal hat meine GS ja nun doch mehr. Alles klar! Weiter mit Schwung und Freude: BMW R 1200 GS 👍

Pressemitteilung

Gelungener Start in die Motorradsaison

Knapp 90 Biker beim Gottesdienst in Meppen

Meppen. Der Motorradgottesdienst am 24. Mai in der Ev.-luth. Gustav-Adolf-Kirche in Meppen war ein voller Erfolg und markierte einen gelungenen Auftakt in die Motorradsaison. Knapp 90 Motorradfahrerinnen und -fahrer füllten die Kirche, um gemeinsam den Gottesdienst zu feiern. Rund 70 von ihnen nahmen anschließend an der gemeinsamen Ausfahrt nach Freren teil.



Pastor Ralf Krüger, selbst ein passionierter Biker, predigte über den biblischen Text aus Kolosser 3,12-17. Er schlug dabei gekonnt die Brücke zwischen den biblischen Aussagen und der Lebenswirklichkeit der Biker. Die Aufforderung "So zieht nun an..." übertrug Krüger auf die Schutzkleidung der Motorradfahrer, die nicht nur schützt, sondern auch als Erkennungszeichen dient. Gleichzeitig betonte er die Tugenden, die der Apostel Paulus nennt: "herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld". Diese seien nicht nur Kennzeichen von Christen, sondern ließen sich auch direkt auf das Verhalten im Straßenverkehr übertragen.

Krüger ermutigte die Anwesenden: "Vergebt einander, wenn jemand Klage hat gegen den anderen" – eine klare Aufforderung zum defensiven Fahren und zur Rücksichtnahme. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, dass Motorradfahrer ja auch regelmäßige Kirchgänger seien – zumindest im Frühjahr und Herbst zu den Motorradgottesdiensten. Er betonte jedoch, dass auch zwischendurch immer Platz im Gottesdienst sei. Abschließend rief er zur Dankbarkeit auf: Dankbarkeit dafür, unfallfrei fahren zu können und das geliebte Hobby ausüben zu dürfen.

Der Gottesdienst und die anschließende Ausfahrt stärkten einmal mehr die Gemeinschaft der Biker und boten einen besinnlichen und zugleich lebendigen Start in die neue Motorradsaison.


Herzlicher Empfang in Freren: 

Biker treffen auf Drummerband COBRA

Nach dem Motorradgottesdienst in Meppen führte die gemeinsame Ausfahrt der rund 70 Biker nach Freren, wo sie einmal mehr von der Drummerband COBRA (dbc-freren.de) herzlich in Empfang genommen wurden. Über die Jahre hat sich zwischen den Motorradfahrern und der Frerener Band eine echte Freundschaft entwickelt – dies war bereits der vierte Besuch der Biker bei COBRA.





Die Organisatoren um Alf Börsch (auf dem Foto rechts) hatten für die Ankömmlinge bestens vorgesorgt. Neben einer stärkenden Tasse Kaffee gab es für die hungrigen Fahrer auch leckere Grillwürstchen.





Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war die offene Chorprobe der Drummer. Die Mitglieder der COBRA-Band zeigten dabei ihr beeindruckendes Können und boten den Motorradfahrern eine faszinierende Darbietung. Dieser musikalische Ausklang rundete den gelungenen Start in die Motorradsaison perfekt ab und festigte die freundschaftlichen Bande zwischen den Bikern und der Drummerband aus Freren.




Neustart

Neustart ...

Ich sehe ja, dass die eine oder der andere sich meine Fotos von Motorradtouren im Status von WhatsApp ansieht. Da ich mit meiner Pensionierung ab dem  1. September nicht mehr unter der bekannten Telefonnummer erreichbar sein werden, habe ich mich entschlossen, diesen - und auch andere Blogs - wieder zu aktivieren. Wer zukünftig meine Touren verfolgen will, kann das über diese Website tun. Wenn sich Alternativen ergeben, mache ich das über diesen Blog bekannt. 



Samstag, 10. Oktober 2020

Motorradgottesdienst zum Abschluss der Saison 2020

Wer sich noch einmal die Texte vom Motorradgottesdienst anschauen möchte, ruft meinen Predigtblog auf: https://predigten-angedacht-pk.blogspot.com/

Das Plakat hat Christine Kock entworfen. Das Foto von der Ducati stammt von Pixabay. 

Christine Kock hat auch die Fotos gemacht. 

Ankommen


Stärkung vor der Fahrt

Abfahrt

Mit OpenStreetMap erstellt.





2021

Schon mal im Kalender vormerken: 
Am 3. Sonntag im Oktober 2021 (17.10.) 
wollen wir uns wieder zum Gottesdienst und zur Ausfahrt treffen. 

Montag, 28. September 2020

Auf nach Ostfriesland ...

In der 2. Septemberhälte wurde das schöne Wetter noch mal ausgenutzt - über kleine Straßen immer Richtung Norden. Die erster Station war Papenburg. Die Navi-App hatte mich über die alte B 70 gelotst. Abgesehen von ein paar Macken eine nette Strecke. 

Von Papenburg ging es über die Fehnstraße Mitling-Mark - Dorenborg - Driever - Esklum am Emsdeich nach Leer. Da ich immer wieder davon gehört hatte, wollte ich jetzt das Kloster Ihlow auch mal besuchen. Der Besuch hat sich gelohnt!

Ihlow

Das Navi zeigt zwar an, dass man bis zum Kloster fahren könnte, dem setzt aber ein Schlagbaum ein P vor (Erklärung der Redensart hier: ein P vorsetzen). Also, erst einmal auf dem Parkplatz die mitgebrachten Brote verspeisen, und dann in voller Montur die 900 m zu Kloster laufen - aber kein Schritt war zu viel. 

Friesische Freiheit

Auf halber Strecke sieht man diese Installation von Monika Kühling (*1939 + 2020) - Friesische Freiheit. 

Friesische Freiheit - Monika Kühling

Schon von weitem kann man lesen: Der Stamm der Friesen ist nach außen frei ... Das ist natürlich mein Thema. Wenn man dann näher kommt, erkennt man, dass der Text auf den einzelnen Fahnen weitergeht. 

Der Stamm der Friesen ist nach außen frei,
keinem anderen Herren unterworfen. Für die Freiheit
gehen sie in den Tod. Sie wählen lieber  
den Tod, als dass sie sich mit dem Joch der
Knechtschaft belasten ließen.

Da es aber etwas mühsam ist, alle Fahnen nacheinander zu lesen. Gebe ich den Text in leicht lesbarer Form wieder. 

Sie unterstehen jedoch
Richtern, die sie jährlich aus ihrer Mitte wählen,
die das Staatswesen unter ihnen ordnen und regeln.
Die gesamtfriesische Landesversammlung soll man
mit sieben Vertretern des Volkes aus den
sieben Seelanden zu Upstalsboom am Dienstag in der
Pfingstwoche halten, nach dem Recht aller Friesen.

Nach den bunten Bändern der Installation liest man dann weiter: 

Dieses setzen sie da als Recht:
Wenn irgendeines der sieben Seelande von den
gerüsteten Rittern im Süden oder von den
heidnischen Wikingern im Norden verheert würde,
so sollten die sechs dem siebten helfen,
damit es ebenso stark bliebe wie die anderen.
Auch beschlossen sie dieses:
Wenn irgendeines der sieben Seelande
Ungerecht verfahre, Leute berauben oder umbringen
wollte, so sollten die sechs das siebente zwingen
völlig gerecht zu verfahren.

Nachdem ich so unter der Installation hindurch war und mich umblickte, wurde ich gewahr, dass der Text noch nicht zu Ende war. 

Das ist die erste Küre und Privileg König Karls für alle
Friesen, dass ein jeder im Genuss und Besitz seines
Eigentums sei, solange er es nicht verwirkt habe.
Das ist die zehnte Küre, dass die Friesen auf keiner
Heerfahrt weiter zu ziehen brauchen als
ostwärts bis zur Weser und westwärts bis zum Fli,
damit sie ihr Land vor dem wilden Meere
und dem heidnischen Heere schützen möchte.
Das ist die sechzehnte Küre, dass alle Friesen ihre
Verbrechen mit ihrem Geld und Gut sühnen können
und befreit sein sollen von allen Leibstrafen.

Das ist auch Landrecht,
dass wir Friesen eine Seeburg stiften
und stärken müssen, einen goldenen Reif,
der um ganz Friesland liegt.
Ferner befehlen wir all denen,
die Siele und Sielgräber, Deiche, Wege oder
Dämme instandzuhalten haben,
Kraft des höchsten Gebots, das wir erlassen können,
dass sie dieses so erhalten,
dass sie das Wasser ein- und auslassen
bzw. sich in vorschriftsmäßigem Zustand befinden.

Wenn man sich etwas intensiver mit der Geschichte der Friesen beschäftigt, war zwar nicht alles Gold was glänzte - und auch die Friesische Freiheit galt wohl eher für die Wohlhabenden als für die Armen - aber insgesamt spiegeln diese Zeilen Gedanken, die auch heute wieder aufgegriffen werden könnten. Soweit erst einmal die Installation von Monika Kühling. 

Das Kloster

Einige hundert Meter weiter taucht das ehemalige Kloster auf. 

Auf den ersten Blick ist die Form eines Zisterzienserklosters zu erkennen. Ich hatte sofort das Kloster in Loccum vor Augen, wo ich nach dem Theologiestudium mein Vikariat absolviert hatte. Im Gegensatz zu Loccum war Ihlow aber im Zuge der Reformation zerstört worden; kein gutes Bild für uns Evangelische. 

Wenn man näher kommt, sieht man die Einzelheiten der phantastischen Rekonstruktion. 



Der Altarraum wurde mit einer aufwendigen Stahl-/Holz-Konstruktion nachempfunden. Wo im Kirchenschiff die mächtigen Pfeiler standen, sind die Füße mit alten Steinen wieder aufgebaut worden. Die Geschichte des Klosters lässt sich im Internet auf den verschiedensten Seiten nachlesen - einfach einmal googeln. 

Auf den nächsten Fotos kann man die beeindruckende Konstruktion des Bauwerkes erkennen. Leider war die Aussichtsplattform jetzt in Corona-Zeiten nicht zugänglich. Von dort hätte man ganz bestimmt einen phantastischen Blick über das ganze Land. Durch die Glasscheibe auf dem Rund im ehemaligen Altarraum kann man von oben in den Raum der Spurensuche schauen, der ebenfalls geschlossen war. 

Bensersiel

Nachdem alles mit Ruhe betrachtet war, ging es weiter Richtung Nordsee. Bensersiel war im Navi als Zeil eingegeben. Vor dort hatte uns früher oft die Fähre nach Langeoog gebracht. Da die Zeit schon etwas fortgeschritten war, ging es ohne große Umwege zum angepeilten Ziel. 

Zu den Fotos, die dann nicht näher erklärt werden müssen: Fähranleger für die Langeoogflotte, Parkplätze für die Urlauber, da Langeoog autofrei ist, Langeoog IV, Entladung eines Muschelkutters, Hafenansichten. 






Am Horizont liegt Langeoog :-)

Fähre bei Amdorf

Die Rückfahrt stand an. Einen Zwischenstopp legte ich in Augustfehn ein, wo es bei Börjes Bikers Outfit ein neues Visier für den Helm gab. Wer will, kann sich nebenan die großen Harleys anschauen. 

Von hier aus ging es über Detern und Neuburg (schiefer Kirchturm; s. Fehnroute und andere nette kleine Straßen - Oktober 2016) durch die Kurven am Deich der Jümme nach Amdorf, wo ich bei der Fähre vorbeischauen wollte. Was war ich überrascht, als ich dort sah, dass Jümme und Leda Hochwasser führten und die Fähre deshalb nicht in Betrieb war. 

Zwei freundliche Ostfriesen aus Esens :-) erklärten mir, dass dies durch den Tidenhub der Nordsee verursacht sei. Das Wasser reichte bis fast ans Wohnmobil ran. Man lernt doch immer wieder was Neues.

Über die Brücke bei Amdorf ging es dann am Deich der Leda bis zur B 70 südlich von Leer und von da den Weg über die Fehnroute und die alte B 70 zurück nach Meppen. Der Tag war gelungen!



Google hat ein kleines Filmchen aus den Fotos erstellt :-) 

Kann man mit diesem Link aufrufen: 

https://photos.app.goo.gl/kFN1CTtC9fhjBmWU9