Samstag, 2. Mai 2026

Trip durchs Rheiderland

Das passte Ende April so richtig gut - ein Trip ins Rheiderland - dieses Mal von Midlum her begonnen.

Karte wieder erstellt mit OpenStreetMap

Einige Ziele kannte ich schon von einer früheren Tour: Schiefer Glockenturm in Midlum, Hafen von Ditzum und die ehemalige Bohrinsel Dyksterhusen (vgl. die Tour Ostfriesland - wieder einmal ...). Aber daneben gibt es ja immer wieder etwas Neues zu entdecken. Das hat richtig Spaß gemacht!


Das Ziegeleimuseum in Midlum war zwar geschlossen, aber für ne Mittagspause reichte es auf jeden Fall. Die Schäfchen in dem benachbarten Deich waren ne kleine Entschädigung. 


Der schiefe Glockenturm von Midlum war dann schnell erreicht. 


Wenn man davon ausgeht, dass der Torbogen ehemals ebenerdig eingebaut war, dann kann man abschätzen, wie weit der Turm sich geneigt hat. 

Die Critzumer Kirche auf der kleinen Warft mit dem Friedhof drumherum macht einen netten Eindruck. 


Unterwegs gab es immer wieder Herden von Gänsen zu sehen. Manches Mal flogen alle zusammen los. In diesen Momenten hatte ich das Smartphone dann allerdings nicht griffbereit. 


Ditzum war dann das nächste Ziel. Ich hatte mich vorher ein bisschen informiert, auch wenn ich schon mal da war. Die so genannte Hühnerbrücke wollte ich zuerst ansteuern. Das war dann auch kein großes Problem. Von Osten her kommend und die Augen etwas offenhalten, dann sieht man die Brücke schon vor der ersten Kurve und kann direkt drauf zufahren. 

Blick nach rechts aufs Sieltor ...

Blick nach links ...

Unter der Hühnerbrücke ...

Und von der anderen Seite durch die "Häuserschlucht" - wie hieß es: Durch diese hohle Gasse muss er kommen!

Windmühle ...

Kirche ...


Hafen ...

Solche Anker gibts hier wohl des Öfteren - kommen gleich noch welche ...

Fähre Ditzum - Verbindung Ditzum-Petkum - befördert bis zu 90 Personen; neben Fußgängern und Radfahrern können gleichzeitig bis zu drei PKW transportiert werden 😀



Noch ein Blick auf den Hafen vom Sieltor aus ...

Und der Blick landeinwärts auf die Hühnerbrücke ...

Skyline ...

Ein letzter Blick ... 

Und dann geht es weiter nach Pogum - ein kleiner Ort, der sich geradezu an den Deich schmiegt, damit das Meer ihm nichts anhaben kann ...

Dafür sorgt dann aber auch das Schöpfwerk Pogum‎, das den Wasserstand auf der Landinnenseite reguliert. 

Hier auf der Seeseite ist dann sicherlich weniger zu regulieren ...

Und ich sag's doch; die liegen hier einfach so rum.

WATTFLITZER WADDEN-SPEEDSTER - find ich gut 😀

Auf der Infotafel ist zu lesen: "Wer zum ersten Mal einen Kreier besteigt, kommt ganz schön ins Rutschen. Die wendigen Wattflitzer haben fast schon Kult-Charakter an der Küste. Ur- sprünglich dienten die Schlickrutscher als Arbeitsfahrzeuge für die Dollartfischer. Sie fuhren auf ihnen ins Watt hinaus und stellten dort ihre Fangreusen auf, um das „Küstengold" zu ernten: Aal, Krabben, Butt und anderen Fisch.

Später bekam der Kreier als Sportgerät einen neuen Schub. Das Watt wurde zur Wettkampfbahn, wenn der Verkehrsverein Ems-Dollart alljährlich zum Kreierrennen einlud. Das Schlick-Spektakel lockte in früheren Jahren Tausende von Schaulustigen an den Dollart."

Das Bild zeigt den Wattfischer Christopher Dirksen im Dollart (1995)

Ich hab's dann gleich ausprobiert ....

So ginge es natürlich auch - wenn jemand anderes schiebt ...

Dann gings weiter zur ehemalige Bohrinsel Dyksterhusen. Da war ich schon vor einigen Jahren, aber warum nicht noch einmal hin. 

Der Wind pfiff ganz schön ... und Motorrad vor Nordsee hat auch was. 

Fast war ich schon auf dem Heimweg, als ich aus den Augenwinkeln dieses Schild wahrnahm ...

Wynhamster Kolk

Tiefster Punkt Niedersachsen 

Da war klar - einmal hin ...

Das war schon interessant ...

Die Mühle im Hintergrund ist eine Wasserschöpfmühle. Sie entwässert den Wynhamster Kolk, der 2,50 m unter NN liegt. Die Mühle wurde 1804 erbaut. 1898 kam die Hofstelle und damit die Mühle an Baje Smid, in deren Familienbesitz die Mühle bis 1978 war. Sie hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 

Der Wynhamster Kolk, bekannt als einer der tiefsten Punkte Deutschlands (ca. \(2,5\) Meter unter NN), entstand durch einen Deichbruch während einer schweren Sturmflut im Jahr 1715. Die einströmenden Wassermassen rissen damals etwa 72 Hektar Weideland weg. Der verbliebene See wurde später, ab 1804, durch eine Wasserschöpfmühle entwässert, um so das Land wieder nutzbar zu machen..

Blick zurück ...

und dann auf nach Meppen!

Das war ne super Tour!

Mittwoch, 8. April 2026

Mühlentour

Heute am 8. April musste das schöne Wetter genutzt werden. Eine kleine Tour zum Zwischenahner Meer. Was kann man sich denn unterwegs ansehen, war dann die Frage. Okay, auf dem Weg über den Hümmling und durchs Saterland gibt es mehrere Mühlen. So stand die Route schnell fest: 

Erstellt mit https://graphhopper.com/maps

Batakhaus in Werpeloh

Die erste Station war das Batakhaus in Werpeloh, auch wenn das keine Mühle ist. Im Herbst 2024 waren wir nach dem Motorradgottesdienst zum Bikertreff Werpeloher Hof gefahren, wo wir hervorragend verköstigt wurden. Gleich in der Nachbarschaft steht das Batakhaus


Gehlenberger Windmühle, Mühlenstraße 5, 26169 Friesoythe

Als nächstes stand die Gehlenberger Windmühle auf dem Programm. Die Mühle und das ganze Gelände können sich sehen lassen. Im Sommer wird hier einiger Betrieb sein. Ihr könnte ja mal die Rezensionen auf Google-Maps nachlesen. 

Gehlenberger Windmühle

Ziegelherstellung - links der Ofen, rechts die Hütte fürs Trocknen

Ziegel für die Trocknung

Ziegel im Ofen

Auf der linken Seite das Plaggenhaus

Das ganze Gelände

Mühle Scharrel, Mühlenstraße 7, 26683 Saterland

Die Mühle in Scharrel wird gerade restauriert. Ganz so viel ist dann nicht zu sehen. Google-Maps hatte darauf hingewiesen, dass die Mühle wahrscheinlich geschlossen sei, was dann ja auch stimmte. 

Die ganze Mühle ist eingerüstet.

Windmühle Oltmanns, 26188 Edewecht

Diese Windmühle steht offensichtlich auf einem privaten Grundstück; sagt wohl auch der Name. 

Ein Foto - und dann weiter

Querensteder Mühle, Querensteder Str. 13, 26160 Bad Zwischenahn

Eigentlich sollte es direkt zur Ekerner Mühle gehen, aber unterwegs stieß ich dann auf die Querensteder Mühle. Diese Mühle ist in erster Linie ein Hotel und ein Restaurant. 



Ekerner Mühle, Edewechter Str. 12, 26160 Bad Zwischenahn

An der Ekerner Mühle wurde auch gewerkelt. Im Sommer kriegt man hier, so sah es zumindest aus, wohl auch nen Kaffee o.ä.


Bad Zwischenahn

Die erste Attraktion: die Mainzelmännchenampel! Sorry, liebe Autofahrer, aber da konnte ich nicht widerstehen. Einmal drücken - grünes Mainzelmännchen - rüber - rotes Mainzelmännchen - drücken - wieder zurück. 


Mittagessen gab es dann im Spieker - Spiekerplatte.

Anschließend ein kurzer Spaziergang zum Zwischenahner Meer, vorbei an den kegelförmigen Spiegeln, die das Motiv des verzerrten Bilds sichtbar machen. 






Dass es in Bad Zwischenahn die "Rügenwalder Mühle" gibt, das weiß ich erst seit heute.


Die Rückfahrt führte über Detern und Amdorf (schmale Brücke) nach Nettelburg. Weiter ging es über Esklum, Driever, Mitling-Mark nach Völlenerfehn. Die nächsten Stationen: Papenburg, Heede, Sustrum, Haren, Wesuwe, Meppen. Zum Schluss durfte ein Foto vor der Gustav-Adolf-Kirche nicht fehlen. Am 19.04. feiern wir zusammen den nächsten Motorradgottesdienst. 

Erstellt mit https://graphhopper.com/maps

Das war eine richtig gute Tour!